Großwohn- siedlungen gemeinsam groß denken
Die Stadt Frankfurt will gemeinsam mit der KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH am Rande der Nordweststadt gemeinschaftliches Wohnen realisieren. Für diesen Zweck will eine private Eigentümerin ihr Grundstück dem Liegenschaftsfonds der Stadt Frankfurt zur Verfügung stellen. Das angrenzende Flurstück wird von der Stadt beigetragen.
Zur Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs mit Fokus auf gemeinschaftliche Wohnformen ist ein Workshop mit spezialisierten Planungsbüros und der Nachbarschaft geplant. Mit dem gemeinsamen Dialog und Entwurfsprozess sollen innovative, gemeinschaftliche Wohnformen entwickelt werden, um eine hohe Wohnqualität bei reduziertem Flächenverbrauch zu ermöglichen. Zudem soll mit öffentlich nutzbaren Gemeinschaftsräumen in der Erdgeschosszone und großzügigen Freiflächen die soziale Interaktion gefördert werden.
Das Vorhaben soll über Befreiungen gemäß § 31 Abs. 3 BauGB realisiert werden, wonach Wohnbauvorhaben in Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt von Festsetzungen des Bebauungsplans befreit werden können.
Das Projekt hat die GFB-Zukunftspreis-Jury überzeugt, da mit einem gemeinschaftlichen Entwurfsprozess eine hohe städtebauliche Qualität bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in lebenswerten Quartieren sichergestellt werden soll. Die im Zuge der Realisierung des Projekts gesammelten Erfahrungen mit der Weiterentwicklung des Konzeptverfahrens, mit der Nachverdichtung und der Weiterentwicklung von Großwohnsiedlungen sowie im Umgang mit dem Instrument der Befreiung nach § 31 Abs. 3 BauGB sind auch für andere Kommunen mit angespanntem Grundstücksmarkt von Interesse. Daher wird das Projekt in der Wettbewerbsrunde Oktober 2024 mit einem GFB-Zukunftspreis in Höhe von 20.000 Euro ausgezeichnet.