Pop-up Prototyp zur Quartiers- interaktion

Pop-up Prototyp zur Quartiersinteraktion (Foto: © Studiointerim)

Am ehemaligen Standort der Carl-von-Ossietzky-Schule in Klarenthal hat die Stadt Wiesbaden einen Experimentierraum für nachhaltige Stadtentwicklung eingerichtet. Auf dem 3,4 Hektar großen Gelände, das neben dem wabenförmigen Schulgebäude durch weitläufige Grün- und Freiflächen geprägt ist, sollen innovative Ideen für die Themenfelder „lebendige Stadt“, „klimaoptimiertes Stadtgrün“ und „neue Mobilität“ entwickelt werden. Hier kam Ende 2024 der Pop-up Prototyp zur Quartiersinteraktion, der von Studierenden der Hochschule Mainz entwickelt wurde, zum ersten Mal zum Einsatz.

Für 12 Wochen wurde eine modulare, einfach reproduzierbare bauliche Struktur errichtet, die als sichtbare städtebauliche Intervention einen offenen und niederschwelligen Rahmen zur Interaktion bieten sollte. Mit einem großformatigen „Hallo“ und einzelnen Fragen wurden die Anwohnerinnen und Anwohner aufgefordert, ihre Eindrücke, Wünsche und Fragen zu ihrem Wohnumfeld und dem sich wandelnden Quartier direkt auf dem Pop-up Prototyp festzuhalten.

Der erste Einsatz des Pop-up Prototyps zeigte das Potenzial dieses Ansatzes: Die Möglichkeit spontan eigene Gedanken festzuhalten, führte zu einer hohen Resonanz und einer aktiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Wohnumfeld, Umwandlungsprozessen und den Nachbarschaften.

Die GFB-Zukunftspreis-Jury sah durch den experimentellen Charakter des Projekts die Möglichkeit, dass ein neuer Ansatz entwickelt werden könnte, wie mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort im Rahmen der Transformation von Großwohnsiedlungen umgegangen werden kann. Die Jury ging davon aus, dass bei einem erfolgreichen Projektverlauf eine Adaption an anderen Orten in der Region möglich sei und zeichnete das Projekt in der Wettbewerbsrunde Februar 2024 mit einem GFB-Zukunftspreis in Höhe von 10.000 Euro aus.

 

Link zum Download der Dokumentation des Projekts: „Hallo, Klarenthal“ (Studiointerim)