Reallabor Kulturcampus

Juridicum, Campus Bockenheim, 2022 © Anna-Maria Mayerhofer / Zweite Chance Campus Bockenheim

Das Offene Haus der Kulturen e.V. will das Juridicum auf dem Campus Bockenheim nach dem Auszug der Goethe-Universität zu einem Experimentierfeld für die zukünftige Entwicklung des Areals machen. Mit künstlerischen, kulturellen und sozialen Zwischennutzungen inklusive temporärem Wohnen für Geflüchtete könnte der Bestand belebt und ein nutzungspraktischer Ausblick auf dessen Potenziale gegeben werden.

Möglich sollen u.a. ein Nachbarschaftsgarten, ein Café, Sportflächen, ein Share-Campus, ein Co-Working-Space für Initiativen und Startups sowie temporäre Proben- und Projekträume und Ateliers für die freie Kunst-, Theater- und Kreativszene sein. Die Entwicklung soll in einem partizipativen Prozess stattfinden: Über Stadtteilversammlungen und Workshops sollen Aktive und Interessierte in die Konzeption und Umsetzung der Zwischennutzungen einbezogen werden.

Insbesondere die kreative Verknüpfung unterschiedlicher Nutzungen, öffentlicher Räume und innovativer diskursiver Verfahren hatte die GFB-Zukunftspreis-Jury überzeugt. Es besteht die Chance, dass die Ergebnisse dieses experimentellen Ansatzes der Stadtentwicklung in den weiteren Planungsprozess einfließen und vorhandene lokale Initiativen und Akteurinnen und Akteure diesen konstruktiv begleiten. Damit können sich für Umnutzungen im Bestand und die Weiterentwicklung bestehender Quartiere wertvolle Impulse ergeben. Daher erhielt das Projekt mit einem Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro den Hauptpreis des GFB-Zukunftspreises Februar 2023.

Inzwischen wurde das Projekt vom Projektträger gemeinsam mit weiteren Akteurinnen und Akteuren weiterentwickelt und wurde unter dem Titel „Vision 31: Kulturcampus gemeinsam gestalten“ von der EU-Kommission in die Initiative „New European Bauhaus“ aufgenommen. Unter Einbindung zahlreicher Akteurinnen und Akteure soll das Areal partizipativ und experimentell, zunächst temporär, bespielt und entwickelt werden.

 

Weitere Informationen auf der Projektseite: Kulturcampus Frankfurt